Reporter ohne Grenzen beschweren sich über Arbeitsbedingungen in China
17.Juni 2008
Die Aufsicht über Medien aus dem Ausland wurde zwei Monaten vor Beginn der olympischen Sommerspiele in Peking von der chinesischen Regierung verschärft.Sogar chinesische Mitarbeiter, die für ausländische Journalisten tätig sind, müssen sich bei den Behörden registrieren lassen. Darüber hinaus müssen sogar Übersetzter für ausländische Medien von den Behörden ausgewählt werden. Auch die Bedingungen um Journalisten-Visa für ausländische Reporter zu erhalten wurden erschwert. So muss jeder ausländische Journalist, der ins Land will, genau erklären worin seine Reporter-Tätigkeit bestehen wird. Der Zugang in das Erdbebengebiet Sichuan wurde erst kürzlich ebenfalls wieder erschwert. Vor Allem nachdem ausländische Medien die Regierung bezüglich der schlecht gebauten Schulen kritisierten, die im Zuge des Erdbebens eingestürzt waren und darüber hinaus noch die verärgerte Bevölkerung filmten und interviewten.
Die Hoffnungen schwinden langsam dahin, dass sich China im Zuge der olympischen Spiele Schritt und Schritt öffnen wird. Denn es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die neuen Bestimmungen, die von den chinesischen Behörden getroffen worden sind, sich gegen ausländische Journalisten richten.
Reporter ohne Grenzen berichten sogar von einem Verfolgungswahn Chinas und sehen hier keine Übereinstimmung mit dem Motto der olympischen Spiele „eine Welt, ein Traum”.
Die Regelungen enden aber nicht nur bei den Medien. Es wurden auch Verhaltensregeln des pekinger Olympia-Organisationskomitees für Besucher aus dem Ausland veröffentlicht. So müssen diese sich an die chinesischen Gesetzt halten und dürfen die soziale Ordnung und die nationale Sicherheit Chinas nicht verletzten. Das beinhaltet, dass Demonstrationen nur nach polizeilicher Erlaubnis gestattet sind, jegliche Anti-China Unterlagen (wie Videos, Tonträger etc.) nicht ins Land gebracht werden dürfen. Und darüber hinaus dürfen Drogenhändler, Prostituierte Tuberkulose- und Aidskranke überhaupt nicht ins Land einreisen.
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