Penkings Forderung nach sauberen Spielen bezieht sich nicht nur auf die sportliche Fairness. So sollen auch die Sportstätten sauber gehalten werden. Peking will dabei hart gegen inoffizielle Mitwerber vorgehen. Die offiziellen Sponsoren der olympischen Sommerspiele sollen beschützt werden und deshalb hat Peking harte Strafen, für Drittbrettfahrer, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, angekündigt. Das reicht soweit, dass beispielsweise Zuschauer keine mit Schleichwerbung inoffizieller Unternehmen bestückten Kleider tragen dürfen. Cheng Feng erklärt, dass die Sportstätten „sauber” gehalten werden sollen und nicht der Kommerzialisierung verfallen sollen. In diesem Zusammenhang dürfen die Zuschauer auch keine eigenen Getränke mitbringen, sondern nur die Getränke vom offiziellen Sponsor Coca Cola vor Ort erwerben und konsumieren. Plakatwände an (für die Werbung) strategisch wichtigen Plätzen dürfen auch nur von Sponsoren genützt werden und sogar den Sportlern selbst ist es untersagt ihre Fotos zu verkaufen, ohne das mit den Verantwortlichen der olympischen Spiele vorher abzusprechen.Klar ist, dass die offiziellen Sponsoren einen Großteil der Ausgaben begleichen und es den Verantwortlichen daher ein großes Anliegen ist, diese nicht zu verärgern und deshalb zu schützen.
Besonders die in diesem Zusammenhang aufgetretenen Komplikationen beim Fackellauf durch China ist Feng dabei ein besonderer Dorn im Auge, den er bei den eigentlichen Spielen verhindern möchte.
Die Regelungen für die olympischen Spiele diesen Sommer werden somit nicht weniger, sondern es gibt immer mehr Dinge, die man beachten muss.
17. Juni 2008
Die Aufsicht über Medien aus dem Ausland wurde zwei Monaten vor Beginn der olympischen Sommerspiele in Peking von der chinesischen Regierung verschärft.Sogar chinesische Mitarbeiter, die für ausländische Journalisten tätig sind, müssen sich bei den Behörden registrieren lassen. Darüber hinaus müssen sogar Übersetzter für ausländische Medien von den Behörden ausgewählt werden. Auch die Bedingungen um Journalisten-Visa für ausländische Reporter zu erhalten wurden erschwert. So muss jeder ausländische Journalist, der ins Land will, genau erklären worin seine Reporter-Tätigkeit bestehen wird. Der Zugang in das Erdbebengebiet Sichuan wurde erst kürzlich ebenfalls wieder erschwert. Vor Allem nachdem ausländische Medien die Regierung bezüglich der schlecht gebauten Schulen kritisierten, die im Zuge des Erdbebens eingestürzt waren und darüber hinaus noch die verärgerte Bevölkerung filmten und interviewten.
Die Hoffnungen schwinden langsam dahin, dass sich China im Zuge der olympischen Spiele Schritt und Schritt öffnen wird. Denn es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die neuen Bestimmungen, die von den chinesischen Behörden getroffen worden sind, sich gegen ausländische Journalisten richten.
Reporter ohne Grenzen berichten sogar von einem Verfolgungswahn Chinas und sehen hier keine Übereinstimmung mit dem Motto der olympischen Spiele „eine Welt, ein Traum”.
Die Regelungen enden aber nicht nur bei den Medien. Es wurden auch Verhaltensregeln des pekinger Olympia-Organisationskomitees für Besucher aus dem Ausland veröffentlicht. So müssen diese sich an die chinesischen Gesetzt halten und dürfen die soziale Ordnung und die nationale Sicherheit Chinas nicht verletzten. Das beinhaltet, dass Demonstrationen nur nach polizeilicher Erlaubnis gestattet sind, jegliche Anti-China Unterlagen (wie Videos, Tonträger etc.) nicht ins Land gebracht werden dürfen. Und darüber hinaus dürfen Drogenhändler, Prostituierte Tuberkulose- und Aidskranke überhaupt nicht ins Land einreisen.
17. Juni 2008
79 Tickets wurden bereits circa zehn Wochen vor Beginn der Sommerspiele in Peking, vom Deutschen Olympischen Sportbund verteilt. 40 Frauen und 39 Männer haben ihren Platz in China, zu den 29. Olympischen Sommerspielen, in zwölf Sportarten schon mal sicher. Mitunter Speerwerferin Christina Obergföll und Tischtennis-Ass Timo Boll. Die 79 Plätze teilen sich wie folgt auf: es gingen fünf Plätze ans Badminton, vier ans Boxen, zehn sind im Fechten, zwei beim Gewichtheben, zehn beim Judo, im Kanu-Slalom sind es fünf Plätze, Leichtathletik hat neun, Radsport/Bahn hat sieben Plätze, im Segeln sind es zwölf , Taekwondo hat drei Plätze und im Tischtennis und Triathlon sind es jeweils sechs Plätze. Die nächsten Nominierungen folgen am 23. Juni und am 15. Juli.
Für den DOSB hat nun, durch die Verteilung der Tickets, der Countdown begonnen. Denn letztendlich sind die 79 Starter nur ein Sechstel des deutschen Teams. Zusammen mit den Basketballern, soll das Athleten Aufgebot 470 Teilnehmer umfassen. Insgesamt aber sind es mit den Betreuern des deutschen Teams in etwa 770 Personen, die dann nach Peking reisen werden. Meldeschluss ist am 23. Juli.
Die Kosten für das „Unternehmen Olympia” belaufen sich auf fünf Millionen Euro! Circa 3,5 Millionen davon steuert der Bund dabei zu.
11. Juni 2008
„Eine Welt, ein Traum” so lautet das diesjährige Motto für die olympischen Sommerspiele in Peking.Angesichts der vergangen und aktuellen Entwicklungen in China bietet sich der Eindruck, dass dieses Motto aus leeren Worten besteht.
So wurden die Visen-Vergaben für die olympischen Spiele sehr verschärft. Niemand, der eine potentielle „Gefahr” darstellt, wird in das Land gelassen. Das betrifft neben Prostituierten, Tibet-Aktivisten und Exil-Tibetern auch Menschen, die eine ansteckende Krankheit haben, potentielle Terroristen oder Menschenrechts-Aktivisten.
Die Pressefreiheit in China ist auch immer noch nicht durchgesetzt und Tibets Lage wurde nach den schlimmen Katastrophen, wie dem Erdbeben, die das Land erschütterten, vergessen.
Darüber hinaus werden auch weiterhin Menschenrechtler und Protestanten gegen das Regime verfolgt, verhaftet und eingesperrt.
Es stellt sich also die Frage, die ganzen schönen Worte, die mit den olympischen Spielen in Zusammenhang stehen, nicht nur dem Schein und unter anderem somit nicht nur Geldzwecken dienen.
Es gibt allerdings auch Zeichen dafür, dass die Entwicklung in Zukunft in eine etwas andere Richtung gehen könnte. So wurden die seit langem auf Eis gelegten diplomatischen Beziehungen mit Taiwan wieder aufgenommen, nachdem diese nach dem Erdbeben sehr hilfsbereit waren
Ebenso scheint es, dass auch mit dem Dalai Lama erneute Gespräche aufgenommen werden. Hoffen wir also auf eine positive Zukunft und dass der olympische Gedanke die mehr ein Sein als ein Schein wird.
11. Juni 2008
Das China das Mekka für günstige Markenfälschungen ist, ist weitest gehend bekannt. Für die olympischen Spiele 2008 in Peking gibt es nun einige Raubkopien einer etwas anderen Art.„Anting” ist eine davon. Anting ist ein typisch deutscher Stadtteil. Vom Baustil bis hin zur Kirche wurden alle Details berücksichtigt.
„Thames Town” oder „Taiwushi Xiaozhen” auf chinesisch ist wie „Anting” die Nachbildung eines typischen Stadtteils. Thames Town kopiert allerdings die englische Bauweise und hier wurde ebenfalls darauf geachtet, alles genau so zu machen, wie es in England aussieht.
Klarerweise sind diese Stadtteile für die reiche Schicht der chinesischen Gesellschaft reserviert (der Quadratmeter in einer „Durchschnittswohnung in einer der Stadtteile wird um die 700 Euro kosten) und werden von eigenen Security-Leuten beschützt und bewacht.
10. Juni 2008
Wer bei den olympischen Spielen in Peking vom 8. bis 24. August 2008 des Dopings überführt wird und für mindestens sechs Monate gesperrt wird, wird gleich doppelt bestraft.Denn diese unfaire Leistungsoptimierung hat auch einen Ausschluss von den olympischen Spielen in London im Jahr 2012 zur Folge. Dieser Beschluss wurde von der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Donnerstag in der griechischen Hauptstadt Athen getroffen. Ursprünglich war diese Regelung erst für die Zeit nach den olympischen Spielen in Peking geplant, wurde nun aber doch schon eingeführt und tritt ab 1. Juli in Kraft.
10. Juni 2008
Für die olympischen Spiele werden rund eine halbe Millionen Besucher aus dem Ausland erwartet. Diese müssen sich allerdings erst mit den neuen Verordnungen der chinesischen Regierung vertraut machen.Besucher der olympischen Spiele müssen sich an viele Verbote halten. So ist es verboten im Freien zu schlafen, ohne behördliche Genehmigung an politischen Kundgebungen teilzunehmen und sich an öffentlichen Plätzen betrunken aufzuhalten. Weiters sind Transparente und beleidigende Sprüche in den Sportstätten verboten. All das ist laut den Behörden unrechtens und wird durch „Verfolgung und Bestrafung” geahndet.
Vor allem der „Missbrauch” der olympischen Spiele von Tibet-Aktivisten, oder von Menschenrechtsschützern wird von der Regierung in Peking befürchtet. Deshalb hat die Regierung einen Katalog mit insgesamt 57 Themen erstellt, der den Titel „Führer ins chinesische Recht für ausländische Besucher”.
Weiters heißt es, dass allen jenen, die eine terroristische Bedrohung darstellen und jenen, die die nationale Sicherheit Chinas und deren Interessen gefährden könnten, die Einreise verwehrt bleibe. Prostituierte und mögliche Schmuggler, müssen ebenfalls aus dem Land bleiben, wie auch Menschen mit ernsten ansteckenden Krankheiten und „Geisteskranke”.
Zur Vergabe des Visums verdeutlicht die Regierung ebenfalls noch, dass der Besitz eines Olympia-Tickets allein die Ausstellung eines Visums nicht garantiert.
Das widerspricht somit dem Versprechen, welches Jacques Rogge (IOC-Chef) den Sportlern zuvor gegeben hat, in dem er ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zusicherte.
Mögen die Spiele beginnen!
10. Juni 2008
Nachdem 393 n. Chr. die Olympischen Spiele abgeschaftt wurden,
ist diese Idee 1896 mit der ersten Austragung der Spiele der Neuzeit
wieder auferstanden.
Die Bezeichnung “Olympische Spiele der Neuzeit” tragen heute sowohl
die Sommerspiele als auch die 1924 erstmals ausgetragenen Winterspiele.
Die Olympischen Sommerspiele 2008 werden zum ersten Mal, in der Zeit vom
8. August bis zum 24. August, in China´s Hauptstadt Peking ausgetragen.
Schon im zweiten Wahlgang setzte sich Peking gegen seine Mitbewerber
Istanbul, Toronto, Paris und Osaka durch.
Es sind zwar die ersten Spiele in China, aber doch schon die dritten in ganz Asien!
Am 13.07.2001 erhielt Peking den Zuschlag des Internationalen Olympischen
Komitees.
Die Wettbewerbe werden geteilt, so daß außerhalb von Peking in Qingdao das Segeln,
und in Qinhuangdao, Shanghai, Shenyang und Tianjin die Fußballspiele stattfinden.
Gleichzeitig werden die Reitwettbewerbe in Hongkong ausgetragen. Zwei NOKs
(Nationale Olympische Komitees) sind also nebeneinander an der Austragung beteiligt!
Das gab es bisher nur einmal in Melboum 1956. Dort mußten die Reitwettbewerbe in
Stockholm ausgetragen werden.
Vorgesehen sind für die Olympischen Spiele 2008 in Peking 302
Wettbewerbe, das heißt ein Wettbewerb mehr als vor vier Jahren in Athen.
Die teilnehmenden Athleten, werden auch Olympioniken genannt und die besten aller
besten werden mit den Medaillen Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet.
Einzigartig ist jedoch das Design der Medaillen, denn hier wurde erstmals
zum Edelmetall ein anderes Material verarbeitet.
Die Rückseite besteht aus yu, zu Deutsch Jade, welches ein Material mit großer
Bedeutung in China ist. In der chinesischen Kultur hat es eine lange Tradition und
steht für reine Schönheit, Liebe, Respekt und gegenseitige Hilfe.
Für die Olympischen Sommerspiele in Peking hätte es der Designer nicht besser treffen können.
08. Juni 2008
Die Betten für die olympischen Sommerspiele in Peking sind noch nicht vollkommen belegt.Mögliche Gründe gibt es viele: die verschärften Visa-Vergaben könnten eine Rolle spielen, genauso die negativen Schlagzeilen oder die hohen Preise.
Uns allen ist wahrscheinlich noch die Schneekatastrophe im Jänner diesen Jahres in Erinnerung, wo es vielerorts zu einem Verkehrschaos gekommen ist. Im März folgten dann die Unruhen rund um Tibet und anschließend war da noch das große Erdbeben unter dem mindestens 70.000 Menschen den Tod fanden. Viele Touristen haben nach dem Erdbeben ihre China-Reise abgesagt.
Nicht zu vergessen sind auch die Terrordrohungen gegen die olympischen Spiele die sicherlich den einen oder anderen ernsthaft über die geplante Reise nach China nachdenken haben lassen.
Die Visa-Vergabe wurde aus dem Grund erschwert, weil China Tibet-Aktivisten und Exil-Tibeter aus dem Land fern halten will, um den Ruf der Spiele in ihrem Land nicht zu gefährden. Das betrifft nicht nur Besucher der olympischen Spiele, auch Geschäftsleute sind von den neuen Bestimmungen verwirrt. So muss jeder, der ein Visa haben will, unter anderem eine Hotelbuchungsbestätigung vorweisen können, zusätzlich zu den sonst erforderlichen Dokumenten.
Diese Entwicklung lässt sich auch bereits in Zahlen ausdrücken. So hat die Zahl der Touristen aus Taiwan und Hongkong schon um 25 bzw. 35 Prozent abgenommen. Ob das allerdings direkt mit den erschwerten Visa-Bestimmungen zusammenhängt, kann man nicht sagen. Nichts desto trotz hat die Zahl der ausländischen Touristen, die nach Peking reisten, im April um 5,3 Prozent abgenommen.
Das betrifft nicht nur Mittelklasse-Hotels. Auch die teuren Hotels der gehobenen Klasse sind für den Zeitraum rund um die Spiele teilweise bei Weitem noch nicht ausgebucht. Fast 25 Prozent der Fünf-Sterne-Hotels in der Hauptstadt sind noch nicht belegt, bei den Vier-Sterne-Unterkünften beläuft sich das sogar auf mehr als 50 Prozent. Am schlimmsten betroffen sind allerdings die Hotels niedrigerer Klasse, wo die Hälfte an freien Betten noch weit überschritten wird.
Wie schon erwähnt, dürften auch die hohen Preise, die während der olympischen Spiele in Peking zu zahlen sind, ein wichtiger Grund sein, warum der große Ansturm bisher ausbleibt. In Fünf-Sterne-Unterkünften kosten die Zimmer das Dreifache vom Normalpreis, in Vier-Sterne-Hotels teilweise sogar das Vierfache.
Bleibt zu hoffen, dass die Stimmung während den Spielen unter diesem Trend nicht all zu sehr zu leiden hat.
07. Juni 2008
Nachdem zuvor lange ein Rauchverbot während den olympischen Spielen im Gespräch war, wurde nun doch beschlossen das Rauchverbot für Restaurants aufzuheben. Der Grund ist ganz einfach: Man befürchte hohe Umsatzeinbusen und um dem entgegenzuwirken wurde eben für Restaurants eine Ausnahme von den Vorschriften gemacht.Eigentlich wurde am 1. Mai beschlossen, dass ein generelles Rauchverbot während der olympischen Spiele herrschen solle. Die extra für Restaurants getroffene Ausnahme gilt allerdings nur, wenn ein separater Nicht-Raucher-Teil in den jeweiligen Restaurants eingerichtet wird. Somit wurde versucht einen Kompromiss zu finden.
Ein Verstoß gegen die neue, abgeschwächte Verordnung wird allerdings für chinesische Verhältnisse recht teuer. Es drohen Strafen von bis zu 5.000 Yuan (das sind umgerechnet ungefähr 450 Euro). Die Umsetzung gestalte sich allerdings als schwierig. Medien hingegen fordern, dass auch Internet-Cafés und Bars von der Regelung ausgenommen werden sollen, da diese meist keinen Platz für einen Nicht-Raucher-Teil haben.
In China leben rund 350 Millionen Raucher. Das Rauchverbot gilt weiterhin in Regierungsbüros, Krankenhäusern, Sportstätten und ebenfalls in Museen. Darüber hinaus wird auch über ein Rauchverbot in Schulen nachgedacht.
07. Juni 2008
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