Olympia mehr Schein als Sein?

11.Juni 2008

„Eine Welt, ein Traum” so lautet das diesjährige Motto für die olympischen Sommerspiele in Peking.Angesichts der vergangen und aktuellen Entwicklungen in China bietet sich der Eindruck, dass dieses Motto aus leeren Worten besteht.

So wurden die Visen-Vergaben für die olympischen Spiele sehr verschärft. Niemand, der eine potentielle „Gefahr” darstellt, wird in das Land gelassen. Das betrifft neben Prostituierten, Tibet-Aktivisten und Exil-Tibetern auch Menschen, die eine ansteckende Krankheit haben, potentielle Terroristen oder Menschenrechts-Aktivisten.

Die Pressefreiheit in China ist auch immer noch nicht durchgesetzt und Tibets Lage wurde nach den schlimmen Katastrophen, wie dem Erdbeben, die das Land erschütterten, vergessen.

Darüber hinaus werden auch weiterhin Menschenrechtler und Protestanten gegen das Regime verfolgt, verhaftet und eingesperrt.

Es stellt sich also die Frage, die ganzen schönen Worte, die mit den olympischen Spielen in Zusammenhang stehen, nicht nur dem Schein und unter anderem somit nicht nur Geldzwecken dienen.

Es gibt allerdings auch Zeichen dafür, dass die Entwicklung in Zukunft in eine etwas andere Richtung gehen könnte. So wurden die seit langem auf Eis gelegten diplomatischen Beziehungen mit Taiwan wieder aufgenommen, nachdem diese nach dem Erdbeben sehr hilfsbereit waren

Ebenso scheint es, dass auch mit dem Dalai Lama erneute Gespräche aufgenommen werden. Hoffen wir also auf eine positive Zukunft und dass der olympische Gedanke die mehr ein Sein als ein Schein wird.

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