Monatsarchiv für Juni, 2008

Für Olympia-Touristen gibt es einiges zu beachten

Für die olympischen Spiele werden rund eine halbe Millionen Besucher aus dem Ausland erwartet. Diese müssen sich allerdings erst mit den neuen Verordnungen der chinesischen Regierung vertraut machen.Besucher der olympischen Spiele müssen sich an viele Verbote halten. So ist es verboten im Freien zu schlafen, ohne behördliche Genehmigung an politischen Kundgebungen teilzunehmen und sich an öffentlichen Plätzen betrunken aufzuhalten. Weiters sind Transparente und beleidigende Sprüche in den Sportstätten verboten. All das ist laut den Behörden unrechtens und wird durch „Verfolgung und Bestrafung” geahndet.

Vor allem der „Missbrauch” der olympischen Spiele von Tibet-Aktivisten, oder von Menschenrechtsschützern wird von der Regierung in Peking befürchtet. Deshalb hat die Regierung einen Katalog mit insgesamt 57 Themen erstellt, der den Titel „Führer ins chinesische Recht für ausländische Besucher”.

Weiters heißt es, dass allen jenen, die eine terroristische Bedrohung darstellen und jenen, die die nationale Sicherheit Chinas und deren Interessen gefährden könnten, die Einreise verwehrt bleibe. Prostituierte und mögliche Schmuggler, müssen ebenfalls aus dem Land bleiben, wie auch Menschen mit ernsten ansteckenden Krankheiten und „Geisteskranke”.

Zur Vergabe des Visums verdeutlicht die Regierung ebenfalls noch, dass der Besitz eines Olympia-Tickets allein die Ausstellung eines Visums nicht garantiert.

Das widerspricht somit dem Versprechen, welches Jacques Rogge (IOC-Chef) den Sportlern zuvor gegeben hat, in dem er ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung zusicherte.

Mögen die Spiele beginnen!

jetzt kommentieren? 10. Juni 2008

Olympics 2008

Nachdem 393 n. Chr. die Olympischen Spiele abgeschaftt wurden,
ist diese Idee 1896 mit der ersten Austragung der Spiele der Neuzeit
wieder auferstanden.
Die Bezeichnung “Olympische Spiele der Neuzeit” tragen heute sowohl
die Sommerspiele als auch die 1924 erstmals ausgetragenen Winterspiele.

Die Olympischen Sommerspiele 2008 werden zum ersten Mal, in der Zeit vom
8. August bis zum 24. August, in China´s Hauptstadt Peking ausgetragen.
Schon im zweiten Wahlgang setzte sich Peking gegen seine Mitbewerber
Istanbul, Toronto, Paris und Osaka durch.

Es sind zwar die ersten Spiele in China, aber doch schon die dritten in ganz Asien!
Am 13.07.2001 erhielt Peking den Zuschlag des Internationalen Olympischen
Komitees.
Die Wettbewerbe werden geteilt, so daß außerhalb von Peking in Qingdao das Segeln,
und in Qinhuangdao, Shanghai, Shenyang und Tianjin die Fußballspiele stattfinden.
Gleichzeitig werden die Reitwettbewerbe in Hongkong ausgetragen. Zwei NOKs
(Nationale Olympische Komitees) sind also nebeneinander an der Austragung beteiligt!
Das gab es bisher nur einmal in Melboum 1956. Dort mußten die Reitwettbewerbe in
Stockholm ausgetragen werden.
Vorgesehen sind für die Olympischen Spiele 2008 in Peking 302
Wettbewerbe, das heißt ein Wettbewerb mehr als vor vier Jahren in Athen.
Die teilnehmenden Athleten, werden auch Olympioniken genannt und die besten aller
besten werden mit den Medaillen Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet.
Einzigartig ist jedoch das Design der Medaillen, denn hier wurde erstmals
zum Edelmetall ein anderes Material verarbeitet.
Die Rückseite besteht aus yu, zu Deutsch Jade, welches ein Material mit großer
Bedeutung in China ist. In der chinesischen Kultur hat es eine lange Tradition und
steht für reine Schönheit, Liebe, Respekt und gegenseitige Hilfe.
Für die Olympischen Sommerspiele in Peking hätte es der Designer nicht besser treffen können.

jetzt kommentieren? 08. Juni 2008

Peking noch nicht ausgebucht

Die Betten für die olympischen Sommerspiele in Peking sind noch nicht vollkommen belegt.Mögliche Gründe gibt es viele: die verschärften Visa-Vergaben könnten eine Rolle spielen, genauso die negativen Schlagzeilen oder die hohen Preise.

Uns allen ist wahrscheinlich noch die Schneekatastrophe im Jänner diesen Jahres in Erinnerung, wo es vielerorts zu einem Verkehrschaos gekommen ist. Im März folgten dann die Unruhen rund um Tibet und anschließend war da noch das große Erdbeben unter dem mindestens 70.000 Menschen den Tod fanden. Viele Touristen haben nach dem Erdbeben ihre China-Reise abgesagt.

Nicht zu vergessen sind auch die Terrordrohungen gegen die olympischen Spiele die sicherlich den einen oder anderen ernsthaft über die geplante Reise nach China nachdenken haben lassen.

Die Visa-Vergabe wurde aus dem Grund erschwert, weil China Tibet-Aktivisten und Exil-Tibeter aus dem Land fern halten will, um den Ruf der Spiele in ihrem Land nicht zu gefährden. Das betrifft nicht nur Besucher der olympischen Spiele, auch Geschäftsleute sind von den neuen Bestimmungen verwirrt. So muss jeder, der ein Visa haben will, unter anderem eine Hotelbuchungsbestätigung vorweisen können, zusätzlich zu den sonst erforderlichen Dokumenten.

Diese Entwicklung lässt sich auch bereits in Zahlen ausdrücken. So hat die Zahl der Touristen aus Taiwan und Hongkong schon um 25 bzw. 35 Prozent abgenommen. Ob das allerdings direkt mit den erschwerten Visa-Bestimmungen zusammenhängt, kann man nicht sagen. Nichts desto trotz hat die Zahl der ausländischen Touristen, die nach Peking reisten,  im April um 5,3 Prozent abgenommen.

Das betrifft nicht nur Mittelklasse-Hotels. Auch die teuren Hotels der gehobenen Klasse sind für den Zeitraum rund um die Spiele teilweise bei Weitem noch nicht ausgebucht. Fast 25 Prozent der Fünf-Sterne-Hotels in der Hauptstadt sind noch nicht belegt, bei den Vier-Sterne-Unterkünften beläuft sich das sogar auf mehr als 50 Prozent. Am schlimmsten betroffen sind allerdings die Hotels niedrigerer Klasse, wo die Hälfte an freien Betten noch weit überschritten wird.

Wie schon erwähnt, dürften auch die hohen Preise, die während der olympischen Spiele in Peking zu zahlen sind, ein wichtiger Grund sein, warum der große Ansturm bisher ausbleibt. In Fünf-Sterne-Unterkünften kosten die Zimmer das Dreifache vom Normalpreis, in Vier-Sterne-Hotels teilweise sogar das Vierfache.

Bleibt zu hoffen, dass die Stimmung während den Spielen unter diesem Trend nicht all zu sehr zu leiden hat.

jetzt kommentieren? 07. Juni 2008

Doch kein Rauchverbot in Peking

Nachdem zuvor lange ein Rauchverbot während den olympischen Spielen im Gespräch war, wurde nun doch beschlossen das Rauchverbot für Restaurants aufzuheben. Der Grund ist ganz einfach: Man befürchte hohe Umsatzeinbusen und um dem entgegenzuwirken wurde eben für Restaurants eine Ausnahme von den Vorschriften gemacht.Eigentlich wurde am 1. Mai beschlossen, dass ein generelles Rauchverbot während der olympischen Spiele herrschen solle. Die extra für Restaurants getroffene Ausnahme gilt allerdings nur, wenn ein separater Nicht-Raucher-Teil in den jeweiligen Restaurants eingerichtet wird. Somit wurde versucht einen Kompromiss zu finden.

Ein Verstoß gegen die neue, abgeschwächte Verordnung wird allerdings für chinesische Verhältnisse recht teuer. Es drohen Strafen von bis zu 5.000 Yuan (das sind umgerechnet ungefähr 450 Euro). Die Umsetzung gestalte sich allerdings als schwierig. Medien hingegen fordern, dass auch Internet-Cafés und Bars von der Regelung ausgenommen werden sollen, da diese meist keinen Platz für einen Nicht-Raucher-Teil haben.

In China leben rund 350 Millionen Raucher. Das Rauchverbot gilt weiterhin in Regierungsbüros, Krankenhäusern, Sportstätten und ebenfalls in Museen. Darüber hinaus wird auch über ein Rauchverbot in Schulen nachgedacht.

jetzt kommentieren? 07. Juni 2008

Eine Tischtennismacht

Am 8. August beginnen in Peking endlich die Olympischen Sommerspiele.Unter dem Slogan „ One World, One Dream” wollen die Chinesen versuchen, sich bei dem größten und berühmtesten Sportereignis der Welt und dementsprechend zu präsentieren. Von den 28 Sportarten, werde ich nun Tischtennis etwas genauer vorstellen, da dies die wahrscheinlich stärkste und erfolgreichste Sportart ist, die die Asiaten und vor allem die Chinesen ausüben.

Zum allersten Mal Ende des 19.Jahrhunderts in England gespielt, errang es jedoch erst etwas später durch das ITTF Aufsehen. Die erste Weltmeisterschaft fand 1927 in London statt und Tischtennis als Olympiadisziplin erst 1988 in Seoul.

Es kommt nicht von irgendwo, dass die Chinesen gerade diese Sportart so dominieren. Immerhin befinden sich unter den 10 weltbesten Spielern sechs Chinesen wieder. Der Grund könnte jedoch tiefer liegen. Der Sport spielt eine bedeutende Rolle und Entwicklung in der Internationalen Beziehung Chinas. Als die Chinesen die amerikanische Tischtennismannschaft zu ihnen einluden,  wurde daraus eine „ Ping-Pong-Diplomatie” und daraus eine wichtige politische Annäherung zwischen China und USA.

Heutzutage spielen in China etwa 300 Millionen Hobby-Spieler und daher kommen die drei besten Tischtennisspieler, Wang Liqin, Ma Lin und Wang Hao auch alle, wie es sich gehört aus China. Bei den Chinesinnen sind unter den 10 besten Spielern fünf Chinesinnen zu finden. Und dass die 24 jährige Denq Yaping zur chinesischen Athletin des Jahrhunderts gewählt wurde, wundert dabei auch keinen mehr. Deng Yaping beendete ihre Tischtenniskarriere mit erst  24 Jahren und holte bis dahin schon  4 Goldmedaillen, 18 WM-Titel und war 8 Jahre lang die Nr. 1 der Welt.

Nun dürfen wir gespannt sein, was unser bester Tischtennisspieler aus  Europa, Timo Boll dagegen zu setzten hat, auch wenn er klar in Unterzahl ist und etwa 1,3 Milliarden Menschen gegen sich hat, die alle hoffen werden, dass einer von ihren drei Topstars die Goldmedaille holt.

jetzt kommentieren? 02. Juni 2008

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